Gestern erreichte mich die traurige Mitteilung, dass mein geschätzter Kollege Alfred J. Schindler an den Folgen einer Lungenembolie verstarb. Sein gutmütiges und freundliches Wesen sowie seine Geschichten werden mir für immer in guter Erinnerung bleiben.

 

Trotz seiner oft naiven Schreibweise überraschte der Autor nicht selten mit ungewohnter Härte (z. B. in "Die Bucklige"). Seine "Eiskinder" schafften es zeitweise zu Amazon-Bestsellern.

 

Alfred verließ uns gemäß seines Interesses am Phantastischen an einem Freitag, dem 13. Auf dem Bild links dachte ich in erster Linie an sein Werk "Heinrich der Rabe" sowie an den Auwaldsee, an dem er sich gern aufhielt.

 

Ich wünsche seiner Frau und seinen Hinterbliebenen alles an Kraft für die kommende Zeit. Sein derart plötzliches Dahinscheiden ist für uns alle ein Schock.


"Es gibt keinen Schriftstellerhimmel, und die blinde Akzeptanz vorgegebener Tabus führt todsicher in die Bedeutungslosigkeit. Wer erfolgreich Schrecken verbreiten will, muss zwangsläufig so frei sein wie der Satan selbst!"

(J. Mertens)

"Mertens modifiziert die Sprache zu einem hitzebeständigen Datenträger, zu einem Hybrid aus Dichtung und Dämonie, der inmitten züngelnder Flammen nicht nur weiterexistiert, sondern vielmehr von der Verzehrung (!) selbst gespeist wird."

 

(Peter Pitsch, Künstler und Autor, zu "Zerfall")

"Und der Leser sollte aufpassen, denn seinen Verstand könnte auch er verlieren. [...] Selten hat eine Warnung vor einem Buch derart viel Substanz gehabt: Lesen auf eigene Gefahr!"

 

(M-F Hakket, Tordenfjord Verlag, zu "Genius Vacui")