Amazon, fürchte dich ...

Ist es möglich, den Versuch zu unternehmen, sich in puncto Extremhorror mit Edward Lee messen zu wollen und gleichzeitig einen tieferen Sinn in die Story einzubauen? Nach ca. 50 geschriebenen Seiten Rohmaterial kann ich zumindest behaupten, dass in meinem aktuellen Projekt Tonnen von Blut gegen eine Wand aus gefährlicher psychologischer Rhetorik klatschen. Was als kompromissloser Horror geplant war, entwickelte sich nach und nach zu einer schonungslosen Gesellschaftssatire und wirft auf makaberste Weise Licht auf die Praktiken, mit denen wir stets bemüht sind, unbequeme Wahrheiten zu verleugnen. Das Ding macht nach anfänglichen Schwierigkeiten derzeit enorme Fortschritte und wird wohl in absehbarer Zeit das Licht der Buchläden erblicken (die werden sich noch wundern).

Dem geneigten Leser sei aber gleich gesagt, dass es auch die härtesten meiner bisherigen Stories bei Weitem in den Schatten stellen wird. Ich werde nicht darum herumkommen, dieses Machwerk mit der Altersfreigabe 18+ zu versehen, wobei ich hoffe, dass nicht nachträglich noch viel heftigeres geschieht - es werden hier immerhin Tabus von einem Kaliber gebrochen, das selbst den berüchtigten "Serben" an einer Stelle übertrifft. Wer also Probleme mit dieser Art von Literatur hat, sollte tunlichst auf Liebes- oder Arztromane ausweichen. Offene Zeitgenossen mögen es als reinen Horror oder als Satire lesen.

Sobald die letzte Leiche im Text fachgerecht entsorgt wurde, werde ich wieder Nachricht in dieser Sache geben. Titel und Inhalt werden noch nicht verraten. Aber ich verspreche schon jetzt Grausigstes!

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