Ein widerliches Wunder

Obwohl ich nun fast mein Leben lang schon Horror- und Gruselgeschichten verfasst habe, gibt es doch immer noch die eine oder andere Überraschung für mich. Derzeit bin ich sogar recht perplex, welchen Anklang mein aktueller Roman "Home Invasion - Die Faust des Terrors" findet. Was als bloßer "Zwischenwurf" gedacht war (ich fühlte mich in Sachen Extremhorror von Edward Lee & Co. irgendwie herausgefordert), entwickelt sich seit dem ersten Tag der Veröffentlichung allmählich zu einem persönlichen Highlight meines bisherigen Schaffens (wobei ich hier natürlich nicht von der Spiegel-Bestsellerliste rede). Ich hätte es auch niemals für möglich gehalten, dass die positive Resonanz zu einem großen Teil von weiblichen Lesern kommen würde. Das ist wirklich eine völlig neue Erfahrung für mich. Daher an dieser Stelle ein fettes DANKE an meine Leserschaft, ob männlich oder weiblich.

Was mich allerdings etwas verwundert ist die offenkundige Tatsache, dass es erst Extremhorror bedurfte, um an der Top 100 in Sachen Horror zu kratzen. Habe ich damit einen Nerv getroffen, obwohl ich mich stets einen Dreck um den Zeitgeist schere? Bei aller Verwunderung und einer devoten Verneigung gegenüber meinen Lesern muss ich aber doch anmerken, dass diese Form von Horror nicht unbedingt zu meinem Standard werden soll. Ich versuche nach Leibeskräften, jede Untersparte des Genres zu bedienen, seien es Spukgeschichten, Psychothriller oder Splatter. Vielleicht werde ich aber geringfügig den Stil ändern und heftigere Momente in die Stories mit einbauen. Lustig-frivole (oder sollte ich sagen: schändliche? Ach, ist ja in etwa das Gleiche) Sexspielchen werden aber definitiv die Ausnahme bleiben. Nicht ohne Grund wurde "in erster Instanz" die Veröffentlichung des fiesen Machwerkes abgelehnt. Skandale und Ärger gehen mir zwar bekanntlich am Allerwertesten vorbei, aber es bedeutet für mich ein erhebliches Maß an Mehrarbeit. In Zukunft weiß ich aber im Falle von zweifelhaften Inhalten schon vorher, welchen Weg ich dann sofort einzuschlagen habe.

In jedem Fall ist noch eine ganze Menge in Arbeit. Wie sich diese genau entwickelt, weiß jedoch nur die Kristallkugel; ich besitze leider keine, und mit meinen gesammelten Oui-Ja-Boards bringe ich nur Buchstabensalat zustande, dem zugegebenermaßen die Würze fehlt. Es sind jedoch derzeit drei Projekte gleichzeitig in Bearbeitung, die natürlich ihre Zeit brauchen. Und währenddessen werde ich mal beobachten, wie sich die Sache mit "Home Invasion - Die Faust des Terrors" noch so weiter entwickelt.

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