22 - Einzelheiten im Fall Marc Swann

(c) 2011 J. Mertens

 

BoD-Short (eBook)

enthalten in: "Weitere Psychotische Episoden"

 

€ 0,99

 

Beziehbar über die meisten großen Internetportale (siehe weiter unten).



Auf einer einsamen Insel wird die völlig zerfleischte Leiche eines Schiffbrüchigen entdeckt. Obwohl der Landstrich unbewohnt ist und sich weit vom Festland befindet, zeigt der Tote Anzeichen von systematischen Folterungen. Der Schriftwechsel zweier Gerichtsmediziner bringt allmählich Licht in das Dunkel des Vorfalls - und offenbart Unglaubliches ...




Hallo Riggs. Mir ist zu Ohren gekommen, dass du mich während meiner dienstlichen Abwesenheit vertreten sollst. Damit du nicht zwischen unzähligen Akten hin- und herblättern musst, will ich dir mit dieser zugegebenermaßen etwas längeren Notiz die wichtigsten Details der Arbeit zusammenfassen, mit der ich leider nicht mehr rechtzeitig fertig geworden bin und die du daher leider fortführen musst. Ich hatte gehofft, den Fall vorher noch zu aller Zufriedenheit abschließen zu können, um dir diese nicht sehr appetitliche Angelegenheit zu ersparen. Die Arbeit erwies sich aber als weitaus komplizierter und langwieriger, als ich anfangs annahm, und bislang bin ich zu keinem befriedigenden Ergebnis gekommen. Ich setze daher auf deine Intelligenz und deine Kombinationsgabe, für die du ja bekannt bist, und hoffe, dass es dir gelingt, etwas Licht ins Dunkel dieser mysteriösen Sache zu bringen.
Vermutlich bist du bezüglich der Akte 11/05-3MS gerade erst vor vollendete Tatsachen gestellt worden und weißt noch gar nicht genau, worum es genau geht, und wenn du die Leiche bereits gesehen haben solltest, wirst du wahrscheinlich einen ähnlichen Schreck bekommen haben wie ich.

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»Einzelheiten im Fall Marc Swann« ist wieder eine von den Geschichten, die über Jahrzehnte hinweg in meinem Notizbuch verstaubten, und das nur deshalb, weil ich keine Vorstellung davon hatte, wie ich den Plot präsentieren sollte. Ich entschied mich schließlich dazu, mit konventionellen Stilmitteln zu brechen und die Story ausschließlich durch zwei gerichtsmedizinische Briefe entstehen zu lassen, wie sie ja schon meinen Roman »Genius Vacui« gewissermaßen einrahmten.